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Oskar Friedrich und Hedi Schmalz

Oskar Fr. Schmalz
Durch das Ehepaar Schmalz wurde die Entwicklung des ganzen Jodlerwesens
während Jahren nachhaltig beeinflusst. Oskar Fr. Schmalz gründete zusammen
mit seinem Bruder Franz das «Jodler-Quintett Stalden i.E.», die späteren
"Emmentaler Jodler Konolfingen" und erlebte mit ihren grosse Erfolge. 1905,
an der Hunderjahrfeier des Unspunnenfestes, erreichten sie mit dem eigens
für diesen Anlass komponierten «Echojodel» den ersten Rang. Bei dieser
Gelegenheit lernte Oskar Fr. Schmalz den als Kampfrichter amtierenden Johann
Rudolf Krenger kennen. Von 1906-1913 in Bern als Geometer tätig, fand er bald
viele Jodlerfreunde und gründete zusammen mit Ernst Flückiger das
"Bürgerturner-Jodlerdoppelquartetee" und später den «Berner Jodlerklub».
Ebenfalls in diese Zeit fällt die Gründung des EJV, zusammen mit Ernst
Flückiger und Albert Gut aus Zürich.
Oskar Friedrich Schmalz sammelte alte, vergilbte Liederbüchlein und brachte
bereits verloren geglaubtes wieder zum neuen Leben. Vieles modelte er um,
fügte eigene Melodien, namentlich Jodel, hinzu, die dem Volksempfinden besser
entsprachen, während Johann Rudolf Krenger Lied um Lied in wohlgeformte
Chorsätze kleidete. Wenn auch anfänglich nicht alles stilrein war, muss
hier doch erwähnt werden, dass das, was aus anderen Gegenden stammte,
nicht von vornherein als «Importgut» bezeichnet werden darf. Es gibt in
der Volksmusik der Alpenländer viele Gemeinsamkeiten, die immer und
überall auftauchen. Ein typisches Beispiel dafür ist das Lied «Nach den
Bergen» von Franz Abt, das praktisch im ganzen deutschsprachigen
Alpenraum Heimatrecht geniesst. Der Krengersche Satz in Verbindung mit
dem prächtigen Jodel von Oskar Fr. Schmalz hat ihm jenes bernische
Gepräge gegeben, das den Zuhörer hierzulande unfehlbar anspricht.
Als weiterer Mitarbeiter wurde später noch Garl Grunder beigezogen,
der die textliche Bearbeitung der Lieder vornahm und eigene Gedichte
beisteuerte. So entstand mit der Zeit die Sammlung «Bi üs im Bärnerland»,
der von Band zu Band grösserer Erfolg beschieden war.
Sehr zu denken gab Oskar Schmalz schon früh die Tatsache, dass das
Alphorn im Emmental und im Berner Oberland im Begriffe war zu verschwinden.
Um diesem Übel zu Leibe zu rücken, gründete er mit Freunden die
Alphornkommission des Emmentals. Unter der theoretischen Leitung von J.R.
Krenger wurde 1921 in Trub der erste emmentalische Alphornkurs durchgeführt.

Oskar Fr. und Hedi Schmalz in Bern
Hedi Schmalz war ihrem Gatten schon vor iherer Hochzeit 1915 tatkräftige
Mitarbeiterin beim Aufzeichnen überlieferter Melodien. Nach dem Ableben
von J.R. Krenger ergänzte sie ihr musikalisches Wissen am Berner Konservatorium
in Harmonie- und Kompositionslehre. Bis zum Abschluss ihres Studiums fand Oskar
Schmalz weitere Mitarbeiter wie Ernst Ruprecht, Theodor Wyttenbach und Professor
Rennefahrt, die für die Bearbeitung seiner Neuschöpfungen zeichneten. Hedi
Schmalz hatte auch eine ausgeprägte poetische Gabe und lieferte ihrem Gatten
viele ausgezeichnete Liedertexte. Der reiferen Schaffensperiode entsprangen
die viel gesungenen Lieder «Ämmitaler Alpuffahrt», «Mys Schwyzerland»,
«Mir Bärnerlüt», «Dr Chüejerstand» u.a.m. Den Höhepunkt bildete aber ohne
Zweifel das Singspiel «Ämmitaler Senneläbe». Hedi Schmalz hat viele ihrer
Gedichte und Liedertexte im Bändchen «Es Chörbli Bärnerrose» zusammengefasst.
Die Verdienste des Komponisten-Ehepaares wursste der BKJV wie der EJV
durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft zu würdigen. In der AKV war
Oskar Ehrenpräsident und Hedi Ehrenmitglied.
(Quelle: «75 Jahre Bern-. Kant. Jodlerverband»)
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